Stevalux

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version 1.0 · Stand: 2026-09-06

Präambel / Anbieter

Diese AGB regeln die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „Stevalux Offerten-Tool“ (nachfolgend „Software“ oder „Dienst“) zwischen der Rajic Marketingzone (Handelsname „Stevalux“), Inhaber Dragomir Rajic, Kanzleistrasse 102, 8004 Zürich, UID CHE-236.844.924 (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden — einem Unternehmen (z. B. Malerbetrieb), das den Dienst zu beruflichen bzw. gewerblichen Zwecken nutzt.

1. Geltungsbereich

1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung des Dienstes zwischen dem Anbieter und dem Kunden.

1.2 Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

1.3 Massgeblich ist die bei Vertragsschluss gültige Fassung der AGB (zu Änderungen s. Ziff. 13).

2. Vertragsgegenstand / Leistungsbeschreibung

2.1 Der Anbieter stellt dem Kunden eine webbasierte Software zur Verfügung zur Erstellung von Offerten, Auftragsbestätigungen und Rechnungen (inkl. Schweizer QR-Rechnung), mit KI-gestütztem Import von Ausschreibungen, automatischer Preisierung aus einem betriebseigenen Katalog sowie Online-Annahme von Offerten durch die Endkunden des Kunden.

2.2 Betriebsmodell: Der Dienst wird als zentrale Plattform betrieben. Die Daten des Kunden werden in einer gemeinsamen Datenbank (Hosting: Schweiz) gespeichert und sind durch technische Zugriffskontrollen (Row Level Security je Betrieb) von den Daten anderer Kunden strikt getrennt.

2.3 Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln, anpassen und verbessern, solange der vertragliche Kernnutzen erhalten bleibt.

2.4 KI-Hinweis: Von der KI erzeugte Inhalte (z. B. extrahierte Positionen, Preisvorschläge) sind Vorschläge. Der Kunde ist verpflichtet, alle Dokumente vor dem Versand zu prüfen und freizugeben. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit KI-erzeugter Ergebnisse. Die Software erzwingt technisch eine Freigabe vor dem Versand und protokolliert die Kontrolle revisionssicher je Dokument (Prüf-Stempel mit Benutzer und Zeitpunkt).

2.5 Kostenlose Testphase: Neue Kunden können den Dienst zunächst kostenlos testen (20 KI-Analysen oder 30 Tage, je nachdem, was zuerst eintritt). Nach Ablauf werden die KI-Funktionen gesperrt; erfasste Daten bleiben zugänglich. Ein automatischer Übergang in ein kostenpflichtiges Abo findet nicht statt.

3. Vertragsschluss / Zustimmung zu diesen AGB

3.1 Es gibt keinen öffentlichen Self-Service-Signup. Der Zugang entsteht durch eine persönliche Einladung: Der Anbieter legt den Betrieb an; die Inhaberin/der Inhaber aktiviert das Konto über den Einladungs-Link.

3.2 Zustimmung zu AGB und AVV: Bei der Konto-Aktivierung bestätigt die Inhaberin/der Inhaber per Checkbox, diese AGB und den Auftragsbearbeitungsvertrag gelesen und akzeptiert zu haben. Der Anbieter protokolliert dabei AGB-/AVV-Version, Benutzerkonto und Zeitpunkt.

3.3 Das kostenpflichtige Abo kommt durch die Paketwahl im Online-Checkout zustande (Zahlungsabwicklung über Stripe); alternativ durch ein beidseitig unterzeichnetes Auftragsformular bei Sonderkonditionen.

3.4 Der Kunde sichert zu, dass die bei der Bestellung gemachten Angaben zutreffend und vollständig sind.

4. Nutzungsrecht

4.1 Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragsdauer ein nicht-ausschliessliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemässen Nutzung des Dienstes ein.

4.2 Der Kunde kann mehrere persönliche Benutzerkonten führen (Rollen Inhaber und Mitarbeiter); die Inhaberin/der Inhaber verwaltet das eigene Team selbst. Konten sind persönlich; die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte ist unzulässig. Abo-, Team- und Firmendaten-Verwaltung sind der Inhaber-Rolle vorbehalten.

4.3 Untersagt sind insbesondere Reverse Engineering, das Umgehen von Sicherheitsmassnahmen, automatisierte Massenabfragen ausserhalb der vorgesehenen Funktionen sowie jede Nutzung, die die Verfügbarkeit oder Integrität des Dienstes für andere beeinträchtigt.

5. Pflichten des Kunden

5.1 Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und ist für alle Handlungen unter den von ihm angelegten Benutzerkonten verantwortlich. Er stellt sicher, dass die von ihm eingeladenen Nutzerinnen und Nutzer diese AGB einhalten, und haftet für deren Handlungen wie für eigene (Art. 101 OR).

5.2 Der Kunde nutzt den Dienst nur rechtmässig und stellt keine rechtswidrigen Inhalte ein.

5.3 Inhaltliche Verantwortung: Der Kunde ist allein verantwortlich für die von ihm erstellten und versendeten Offerten, Auftragsbestätigungen und Rechnungen sowie für deren rechtliche und steuerliche Korrektheit (insbesondere MwSt-Sätze, Preise, Mengen).

5.4 Der Kunde wirkt bei der Behebung von Störungen in zumutbarem Umfang mit.

6. Preise und Zahlung

6.1 Es gelten die bei der Paketwahl im Checkout ausgewiesenen bzw. die im Auftragsformular vereinbarten Preise.

6.2 Die Zahlung erfolgt im Voraus je Abrechnungsperiode über den Zahlungsdienstleister Stripe (Kreditkarte). Schlägt die Zahlung nach den automatischen Wiederholungsversuchen endgültig fehl, kann der Anbieter den Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen sperren; erfasste Daten bleiben für den Kunden lesbar.

6.3 Preisänderungen werden dem Kunden mit einer Frist von 30 Tagen im Voraus angekündigt und gelten ab der folgenden Abrechnungsperiode.

7. Verfügbarkeit / Wartung

7.1 Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit (kein zugesichertes SLA), soweit nicht ausdrücklich und gesondert vereinbart.

7.2 Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, angekündigt. Notfallwartung ist jederzeit zulässig.

7.3 Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle aufgrund höherer Gewalt oder Störungen ausserhalb seines Einflussbereichs (z. B. Internet, Drittanbieter).

8. Datenschutz / Datenbearbeitung

8.1 Der Anbieter bearbeitet Personendaten gemäss der Datenschutzerklärung und dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG).

8.2 Soweit der Anbieter Personendaten im Auftrag des Kunden bearbeitet, gilt der Auftragsbearbeitungsvertrag (AVV).

8.3 Unterauftragsbearbeiter / Auslandübermittlung: Der Dienst nutzt Dritt-Dienstleister, u. a. AWS (KI-Verarbeitung, Schweiz/EU), Supabase (Datenbank, Zürich), Vercel (Hosting, Frankfurt), Resend (E-Mail-Versand, EU), Cloudflare (DNS/Backups). Daten werden, wo möglich, in der EU/CH gehalten. Für die Zahlungsabwicklung des Abos setzt der Anbieter zusätzlich Stripe ein; insoweit handelt der Anbieter als Verantwortlicher für die Konto-/Abrechnungsdaten — Stripe ist kein Unterauftragsbearbeiter im Sinne des AVV.

9. Gewährleistung

9.1 Die Software wird im Rahmen des aktuellen Stands der Technik bereitgestellt.

10. Haftung

10.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

10.2 Im Übrigen ist die Haftung, soweit gesetzlich zulässig, beschränkt auf die Summe der Entgelte, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis für den Dienst bezahlt hat. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, für indirekte Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust (über eine zumutbare eigene Sicherung hinaus) ist ausgeschlossen.

10.3 Keine Haftung besteht für KI-erzeugte Inhalte (s. Ziff. 2.4) sowie für vom Kunden geprüfte und freigegebene Dokumente.

11. Vertraulichkeit

Die Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung.

12. Laufzeit und Kündigung

12.1 Das Vertragsverhältnis ist unbefristet. Der Kunde kann jederzeit auf das Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen (Selbstverwaltung im Kundenportal).

12.2 Das Recht zur ausserordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.

12.3 Datenexport und Löschung: Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden seine Daten für 30 Tage zum Export bereit und löscht sie anschliessend (inkl. Backups nach Ablauf der Backup-Rotation, spätestens nach 90 Tagen — konsistent mit AVV § 14).

13. Änderungen der AGB

13.1 Der Anbieter kann diese AGB ändern. Änderungen werden dem Kunden mit einer Frist von 30 Tagen angekündigt.

14. Schlussbestimmungen

14.1 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt) — konsistent mit dem digitalen Abschlussweg (Ziff. 3) und AVV § 16.2. Die Abtretung von Rechten aus diesem Vertrag bedarf der Zustimmung des Anbieters.

14.2 Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam; die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

14.3 Anwendbares Recht: Es gilt ausschliesslich Schweizer Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

14.4 Gerichtsstand: Zürich.